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Unternehmenskultur als Innovationstreiber

25.07.2016 | id:14346495

Als Organisation ständig besser werden, bei Produkten und Services innovationsfähig bleiben und so am Ende die Existenz des Unternehmens sichern: Grundsätzlich strebt das jedes Unternehmen an. Kontinuierliche-Verbesserungs-Schleifen, Innovations-Stage-Gate-Modelle und Ideen-Management-Prozesse werden implementiert und müssen mit viel Aufwand am Leben gehalten werden. Was fehlt ist eine Unternehmenskultur, die die richtigen Leute anzieht und sie aktiviert, an einem Strang zu ziehen, um so als Gruppe die Unternehmensziele zu erreichen. Culture eats strategy for breakfast, Kultur isst Strategie zum Frühstück: Was nach Silicon Valley klingt, gilt auch und gerade beim baden-württembergischen Maschinenbauer.

Helfen kann ein ganzheitlicher Improvement-Ansatz, der von Sandra Röstel (DEKRA Certification GmbH) in Unternehmen eingeführt wird und der zum Ziel hat, das vorhandene Wissen der Organisation transparent zu machen und für Verbesserungen und Innovationen zu nutzen. Eine Idee in einem geschützten Raum zur Diskussion stellen, fachliche Unterstützer finden, Management-Entscheidungen transparent machen: Softwarelösungen, in denen dies möglich ist, entwickelt Sebastian Jenensch mit seiner Firma JPS Software Solutions. Oft muss er jedoch zuerst beratend zur Seite stehen und mit dem Unternehmen an einer Kultur arbeiten, die jeden Mitarbeiter motiviert, sich einzubringen und auch sein Herrschaftswissen zu teilen.

Andreas Matthis leitet das Porsche-Zentrum Heilbronn und kennt sich mit Kulturfragen aus. Seine Aufgabe ist es, in einem Premium-Umfeld mit einem Team von Fachleuten ein Serviceangebot zu machen, bei dem keine Wünsche der anspruchsvollen Kunden offen bleiben. Dies schafft er mit einem positiven Menschenbild, das auf der persönlichen Würde und Intention jedes einzelnen Mitarbeiters fußt. Der leistet dann überdurchschnittliches, wenn seine persönlichen Entwicklungsziele mit denen des Unternehmens übereinstimmen, hat Matthis beobachtet. Die wissenschaftliche Sicht liefert schließlich Rüdiger Maas. Der Psychologe berät Unternehmen bei Frage, wer „der Richtige“ für eine Aufgabe ist und wie man ihn findet. Maas verweist auf die große Bedeutung klar geregelter Strukturen und Verantwortungen für die Mitarbeiterzufriedenheit. Diese Faktoren bilden die Basis für eine von innen kommende Aktivation, die sich zu einem Flow-Erleben steigern kann. In diesem „Tätigkeitsrausch“ vergisst der Mensch seine Umwelt und arbeitet hochgradig produktiv. Das Phänomen ist bekannt aus dem Sprint der SCRUM-Methode: Die Aufgabe der Führungskraft liegt dann sogar eher darin, die Teammitglieder zu bremsen.

Bildquelle : VDMA

thomas.junghanns@vdma.org, thomas.junghanns@vdma.org
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