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Nachhaltigkeit setzt Zeichen

10.08.2016 | id:14564442

„Unseren Mitarbeitern soll es gut gehen.“ Astrid Herrmann, Leiterin Public Relations bei der Herrmann Ultraschalltechnik GmbH & Co. KG ist ganz klar in der Begründung für ihr unternehmerisches Engagement. Das Karlsbader Unternehmen, Spezialist im Bereich Ultraschall-Schweißen, war am 30.6. Gastgeber eines Workshops „Unternehmerische Verantwortung – glaubwürdig agieren und kommunizieren“. Doch nicht nur die Mitarbeiter, auch die Verantwortung für den Standort und die Umwelt stehen im Fokus. „Corporate Social Responsibility (CSR) ist nach innen und außen ein wichtiger Faktor, wir merken zunehmend, dass Bewerber danach fragen“, so Astrid Herrmann. Engagement an Schulen, Sponsoring von Sportveranstaltungen bis hin zu einer Kundenbefragung zur Innovationssteuerung haben das Ziel, den langfristigen Erfolg sicherzustellen. Zudem verfügt das Unternehmen über eine material- und energiesparende Technologie und kann so den eigenen Anspruch an eine nachhaltige Produktion und an Nachhaltigkeit bei Kunden erfüllen.

Der Erfahrungsaustausch zeigte, dass alle teilnehmenden Unternehmen sich in Sachen CSR auf den Weg gemacht haben. Doch welchen Aspekt für die Kommunikation herausgreifen?  Welche Anspruchsgruppen gibt es in und außerhalb des Unternehmens? Wie verhalten sich die unterschiedlichen Stakeholder zum Thema? Der Workshop vertiefte die unterschiedlichen Aspekte und vernetzte die Teilnehmer. Ziel war es, eine erste Idee für eine ganzheitliche Unternehmensstrategie zu entwickeln.

Rechtlicher Rahmen

Judith Herzog, im VDMA Referentin für die Nachhaltigkeitsinitiative Blue Competence, informierte über die rechtlichen Rahmenbedingungen. Von der Berichtspflicht betroffen sind bisher nur wenige. Ab 2017 sind börsennotierte Unternehmen ab 500 Mitarbeiter gehalten entweder im Rahmen ihres Geschäftsberichts oder separat eine nichtfinanzielle Berichterstattung zu veröffentlichen. Dadurch soll die Transparenz erhöht und Anreize für Unternehmen geschaffen werden, sich noch mehr als bisher mit sozialen und ökologischen Belangen, Menschenrechten oder Korruptionsbekämpfung  zu beschäftigen.

WIN-Charta bietet schnellen Einstieg

Peter Wüstner, Regierungsdirektor am Ministerium für Umwelt, Klima und Energietechnik in Baden-Württemberg sowie Leiter der Wirtschaftsinitiative Nachhaltigkeit (WIN) stellte die WIN-Charta vor, die Erfahrungen und das Wissen engagierter Unternehmen bündelt. „Die WIN Charta ist gedacht als unbürokratischer Einstieg für Unternehmen in das Thema. Die Initiative dazu kam aus der Wirtschaft und ist schon deswegen besonders praxisnah“, so Wüstner. Zwölf Leitsätze von Unternehmenserfolg und Arbeitsplätze bis hin zu Energie und Emission formulieren gemeinsame Grundlagen und bieten passende Ansätze für die Kommunikation von Nachhaltigkeitsanstrengungen nach außen.

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Bildquelle : Anke Berson

Fath, Saskia
Fath, Saskia
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