Ausland stark, Inland schwach

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Der baden-württembergische Maschinenbau wächst in den Monaten Januar bis Oktober um 12 Prozent gegenüber Vorjahreszeitraum. Der Bestelleingang im Drei-Monats-Zeitraum August bis Oktober legt sogar um 15 Prozent zu. Treiber ist jeweils das Ausland mit zweistelligen Zuwächsen.

Das Inland schwächelt dagegen und legt jeweils um „nur“ vier Prozent zu. In der reinen Monatsbetrachtung Oktober 2017 gegenüber Oktober 2016 verfehlen die Order aus dem Inland das Vorjahresniveau sogar um 2 Prozent.

„Unser stetes Wachstum ist erfreulich, wird jedoch in der Hauptsache vom Ausland getragen. Aus dem Inland kommen derzeit zu wenige stabile Impulse“, so Dr. Dietrich Birk, Geschäftsführer VDMA Baden-Württemberg.

Erfreulich sei auch der Beschäftigungsaufbau im baden-württembergischen Maschinenbau, so Birk weiter. Die Betriebe ab 50 Beschäftigen haben seit Jahresende 2016 bereits über 9.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hinzugewonnen. „Die Nachfrage nach qualifizierten Mitarbeitern wird weiter steigen. Die Forderungen der IG Metall nach Arbeitszeitverkürzung auf 28 Wochenstunden sind vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels unverständlich. Auch die Erhöhung des Lohns um 6 Prozent steht nicht mehr im Verhältnis. Sie würde unsere Betriebe über Gebühr belasten und den weiteren Beschäftigungsaufbau gefährden.“