Luftfrachtsicherheit: VDMA setzt sich für die Mitglieder ein!

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Die Sicherheitsbestimmungen für den Versand von Luftfracht wurden in den letzten Jahren enorm verschärft. Nur als sicher eingestufte Luftfracht darf verladen und somit transportiert werden, Stichwort „sichere Lieferkette“. Der exportorientierte baden-württembergische Maschinenbau ist hiervon besonders betroffen. Beim Erfahrungsaustausch „Logistik/Verkehr“ im Dezember 2017 wurde deutlich, auf wie viel Unverständnis das aktuelle Vorgehen des Luftfahrt-Bundesamtes stößt. Denn im neuen Luftsicherheitsgesetz ist verankert, dass die beschäftigungsbezogene Überprüfung ab März 2018 entfällt. Bekannte Versender müssen jetzt ihre Mitarbeiter behördlich überprüfen lassen. Etliche Firmen überlegen daher, die Zulassung zum bekannten Versender zurück zu geben.

Luftfracht muss entweder vor jedem Transport/Flug einer kosten- und zeitaufwendigen Sicherheitsüberprüfung unterzogen werden oder das Unternehmen verfügt über die Zulassung als „bekannter Versender“ bzw. als „reglementierter Beauftragter“ und kann Fracht unter Einhaltung verschiedener Sicherheitsvorschriften als sicher deklarieren. Der VDMA Frankfurt mit seinem Experten für Verkehr und Logistik, Ingo Elste, hat das Thema von Beginn an, in Zusammenarbeit mit dem BDI, begleitet und die Belange des Maschinenbaus beim Luftfahrt-Bundesamt (LBA) vorgebracht und die z.T. überzogenen Anforderungen scharf kritisiert.

Bei einem Erfahrungsaustausch im Dezember wurde nun deutlich, auf wie viel Unverständnis das aktuelle Vorgehen des Luftfahrt-Bundesamtes stößt. In der Vergangenheit haben viele VDMA-Mitgliedsfirmen trotz der damit verbundenen Kosten für die vorgeschriebenen Schulungen der Mitarbeiter und gegebenenfalls Umbaumaßnahmen die Zulassung zum bekannten Versender erworben. Denn wegen des hohen Metallanteils sind die üblichen Kontrollen mittels Röntgen häufig nicht möglich und beim Versand kann sich niemand zeitliche Verzögerungen leisten. Im neuen Luftsicherheitsgesetz ist verankert, dass die beschäftigungsbezogene Überprüfung ab März 2018 entfällt. Bekannte Versender müssen jetzt ihre Mitarbeiter behördlich überprüfen lassen. Etliche Firmen überlegen daher, die Zulassung zum bekannten Versender zurück zu geben.

Der VDMA Baden-Württemberg hat sich auch auf Landesebene der damit verbundenen Probleme seiner Mitglieder angenommen. Aktuell laufen viele Zuverlässigkeitsüberprüfungen aus und müssen zeitgerecht erneuert werden, es werden daher aktuell besonders viele Anträge auf Überprüfung gem. § 7 LuftSiG bei den zuständigen Luftämtern gestellt. In Baden-Württemberg wird die Problematik dadurch verschärft, da die Bearbeitung der Anträge von den einzelnen Regierungspräsidien zentral auf das Regierungspräsidium Stuttgart verlagert wurde. In einem persönlichen Gespräch im Staatsministerium sowie in Schreiben an Ministerpräsident Kretschmann und Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut wurde auf die dringend notwendige temporäre Aufstockung der Personalkapazitäten bei der zuständigen Genehmigungsbehörde hingewiesen, um Verzögerungen oder sogar Einbußen im Exportgeschäft zu verhindern.

Das Regierungspräsidium nimmt diesem Hinweis sehr ernst und hat bereits zugesagt, die notwendige Personalausstattung zur Bearbeitung der Anträge sicherzustellen. VMDA Frankfurt und VDMA Baden-Württemberg setzen sich auch in Zukunft für die Belange der Mitgliedsunternehmen beim Thema Luftfrachtsicherheit ein.