Metallerstreiks gefährden Betriebsfrieden

KSB

31. Januar 2018 – Der VDMA Baden-Württemberg wirft der IG Metall vor, mit den Tagesstreiks in der Metall- und Elektroindustrie die laufenden Tarifverhandlungen zu verschärfen und damit den Betriebsfrieden dauerhaft zu gefährden. „Tarifverträge sollen eigentlich den Betriebsfrieden sichern. Mit den Tagesstreiks versucht die IG Metall Ihre überzogenen Forderungen in einer Art und Weise durchzusetzen, die den Betriebsfrieden über einen Tarifabschluss hinaus beschädigen könnte“, sagt Dr. Dietrich Birk, Geschäftsführer VDMA Baden-Württemberg.

Die Forderung nach 6 Prozent mehr Lohn ist für den VDMA ein Indiz, wie sehr die IG Metall den Bezug zur ökonomischen Realität verloren hat. Das gleiche gelte für die zweite Forderung, die Arbeitszeit wahlweise auf 28 Stunden pro Woche zu reduzieren und dafür – unter bestimmten Bedingungen – sogar einen finanziellen Ausgleich zu erhalten. Damit würde die angespannte Fachkräftenachfrage weiter verschärft. „Viele Unternehmen leiden schon heute unter Fachkräftemangel. Gerade kleinen und mittleren Industrieunternehmen, die den Maschinenbau prägen, ist es nicht möglich, die so entstehenden Lücken zu füllen“.

Der Maschinenbau hält den Gewerkschaften zudem vor, mit den Streiks nicht nur die betroffenen Unternehmen, sondern die Volkswirtschaft insgesamt fahrlässig zu schädigen, da es dadurch mittelbar auch zu Produktionsausfällen in anderen Industriezweigen komme. „Die Folgeschäden, die die Streiks anrichten, sind durch nichts zu rechtfertigen“, stellt Birk klar.