Maschinenbau sagt: „Danke, Freihandel.“

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Die VDMA-Weltkarte des freien Handels weist viele rote und gelbe Flächen auf – ein deutliches Warnzeichen, dass wichtige Märkte sich abschotten oder den Austausch von Waren zunehmend erschweren. Der VDMA startet deshalb die Kampagne “Danke, Freihandel.”

Die VDMA-Weltkarte des freien Handels weist viele rote und gelbe Flächen auf – ein deutliches Warnzeichen, dass wichtige Märkte sich abschotten oder den internationalen Austausch von Waren zunehmend erschweren. “Die handelspolitische Großwetterlage ist schwieriger geworden. Nationalisten und Protektionisten in aller Welt rüsten sich, den Handel zu erschweren. Dagegen müssen wir uns stellen, denn unser Wohlstand und unsere Arbeitsplätze sind sonst gefährdet”, sagt VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann.

Der Verband hat deshalb zusammen mit seinen Mitgliedsfirmen die Kampagne “Danke, Freihandel.” ins Leben gerufen und sie heute auf Facebook und auf einer eigenen Webseite gestartet. Gezeigt werden soll, wie die Menschen in Deutschland, aber auch in den Exportländern der deutschen Industrie im täglichen Leben von freiem Handel profitieren. Auch sollen die Besucher der Seiten darüber diskutieren – untereinander und mit dem VDMA. “Wir wollen die Menschen mit der Kampagne begeistern, sich wieder für den freien Handel einzusetzen. Und je mehr mitmachen, desto besser”, appelliert Brodtmann.

 

"Nationalisten und Protektionisten in aller Welt rüsten sich, den Handel zu erschweren. Dagegen müssen wir uns stellen, denn unser Wohlstand und unsere Arbeitsplätze sind sonst gefährdet.”

Die Außenwirtschaftsexperten des VDMA analysieren regelmäßig die Marktzugangsbedingungen der wichtigsten Exportmärkte im Maschinenbau. Auf der hierbei erstellten Weltkarte des freien Handels 2018 (siehe Anhang) sind wichtige Märkte in rot gefärbt – dies steht für einen schwierigen Marktzugang. Hierzu gehören Länder wie Russland, Indien, Brasilien, Saudi-Arabien oder Iran. Dabei spielen politische Sanktionen (Russland) ebenso eine Rolle wie Devisenkontrollen (Ägypten) oder inoffizielle Boykottaufrufe deutscher Unternehmen (Saudi-Arabien).

Besorgniserregend ist aber auch, dass große Partner wie die USA, China oder Türkei nicht auf “grün” stehen (leichter Marktzugang), sondern mit der Warnfarbe „gelb“ gekennzeichnet sind. Dabei spielen technische Handelshemmnisse ebenso eine Rolle wie die steigende Zahl von Strafzöllen. Für die exportorientierten Unternehmen gefährlich sind die immer lauter werdende Drohungen einzelner Staaten, ihr Recht auch jenseits der eigenen Grenzen mit Hilfe von Strafandrohungen durchzuboxen.

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