Auftragseingang im Dezember 2018 enttäuscht, Jahresbilanz positiv

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Im Dezember 2018 verfehlten die Auftragseingänge ihr Vorjahresniveau um 14 Prozent. Dabei waren das Inland und das Ausland mit einem Rückgang der Bestellungen um je 14 Prozent gleichermaßen im Minus. Dennoch fällt die Jahresbilanz der Auftragseingänge mit einem Plus von 4 Prozent positiv aus.

Im Dezember 2018 verfehlten die Auftragseingänge im baden-württembergischen Maschinenbau ihr Vorjahresniveau um 14 Prozent. Dabei waren das Inland und das Ausland mit einem Rückgang der Bestellungen um je 14 Prozent gleichermaßen im Minus.

„Die Abschwächung zum Jahresende hat sich bereits im November angedeutet und setzt sich im Dezember verstärkt fort. Sie ist ein Anzeichen für eine schwächere Maschinenbaukonjunktur im Jahr 2019. Dennoch fällt die Jahresbilanz der Auftragseingänge mit einem Plus von insgesamt 4 Prozent positiv aus. Auch der Export und die Beschäftigung haben sich positiv entwickelt“, sagt Dr. Dietrich Birk, Geschäftsführer des VDMA Baden-Württemberg.

Von Januar bis September 2018 konnten die baden-württembergischen Maschinenbauer ihre Ausfuhren um knapp 4 Prozent auf einen Gesamtwert von 32 Milliarden Euro steigern. Insbesondere die Exportmärkte China und Italien legten mit jeweils 12 Prozent deutlich zu. Die USA punkteten mit einem Anstieg der Ausfuhren von knapp 7 Prozent. Im Minus befanden sich dagegen Russland mit einem Rückgang von 4,4 Prozent sowie Frankreich (-0,8 Prozent) und Großbritannien (-0,4 Prozent).

Die Unternehmen in Baden-Württemberg setzten 2018 wie auch in den Vorjahren auf einen kräftigen Ausbau ihrer Belegschaften. So hat der Maschinen- und Anlagenbau im vergangenen Jahr rund 10.000 Stellen neu aufgebaut. Die Zahl der Beschäftigten belief sich im Dezember 2018 auf 313.000 Personen (Betriebe > 50 Mitarbeiter).

„Diese Entwicklung zeigt uns, dass die Unternehmen weiter kräftig in ihre Zukunft investieren. Sorge bereitet uns vor diesem Hintergrund der Fachkräftemangel. Zwei Drittel der Maschinenbauer in Baden-Württemberg klagen über Produktionshindernisse, die durch einen Mangel an Arbeitskräften verursacht werden“, schließt Dr. Birk.