Mehr Ingenieurinnen und Ingenieure im baden-württembergischen Maschinenbau

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Die Zahl der im baden-württembergischen Maschinenbau beschäftigten Ingenieure* steigt weiter. Mittlerweile sind gemessen an der Gesamtzahl rund 17,5 Prozent der Beschäftigten Ingenieure.

Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Erhebung des VDMA, die am heutigen Tage veröffentlicht wurde. In der vorangegangenen Untersuchung aus dem Jahr 2016 belief sich die Quote noch auf 15,5 Prozent. Die Branche ist in Land und Bund damit weiterhin die beschäftigungsstärkste Industriebranche und der größte industrielle Arbeitgeber für Ingenieure.

 „Trotz konjunktureller und struktureller Unwägbarkeiten baut der Maschinenbau in Baden-Württemberg weiter Ingenieure auf. 2017 und 2018 erfolgte dies mit ganzer Kraft, seit Beginn dieses Jahres hat sich der Trend auf hohem Niveau konsolidiert“, kommentierte Dr. Dietrich Birk, Geschäftsführer des VDMA Baden-Württemberg, die Ergebnisse.

Erwarteter Mangel an Bewerbern insbesondere bei F&E

75 Prozent der rückmeldenden Unternehmen in Baden-Württemberg gehen davon aus, für die Aufgabengebiete Forschung, Entwicklung und Konstruktion erst nach längeren Vakanzzeiten geeignete Bewerber zu finden. „Forschung und Entwicklung wird vor dem Hintergrund der konjunkturellen Abschwächung an Bedeutung zunehmen, um Zukunftsfähigkeit zu sichern. Ausgerechnet an dieser Stelle erwarten die Unternehmen den größten Bewerbermangel.

Doch auch in anderen Bereichen – von Produktion bis zu Dienstleistung – bleibt der Fachkräftemangel in Baden-Württemberg ein Problem“, sagte Birk weiter.

Baden-Württemberg ist Vorreiter bei Industrie 4.0-Projekten

Die Verteilung nach der Art der fachlichen Abschlüsse hat sich gegenüber der letzten Untersuchung kaum verändert. 53 Prozent der Ingenieure in den Unternehmen sind Maschinenbauer, 9 Prozent Verfahrenstechniker und 14 Prozent Absolventen der Elektrotechnik. Einzig der Anteil der Informatiker ist nennenswert von 4 auf 8 Prozent angestiegen – ein Hinweis darauf, dass die Unternehmen sich zunehmend digital aufstellen wollen und müssen. „Der Anteil der Unternehmen, die Mitarbeiter für Industrie 4.0-Themen gewinnen möchten, liegt bei 41 Prozent. Im Vergleich der Ergebnisse aller Landesverbände des VDMA ist das mit Abstand der höchste Wert“, sagte Birk abschließend. Gesucht würden verstärkt Maschinenbau- und Elektroingenieure mit IT-Zusatzqualifikationen sowie Informatiker.

Sie sind interessiert an weiteren Ergebnissen? Hier der Link zu den deutschlandweiten Gesamtergebnissen der VDMA-Ingenieurerhebung: https://www.vdma.org/v2viewer/-/v2article/render/45767298

*vereinfachte Schreibweise. Gemeint sind weibliche und männliche Ingenieure.