Der Dezember bringt einen leichten Zuwachs, Jahresbilanz 2019 enttäuscht

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Der Dezember bescherte dem baden-württembergischen Maschinenbau einen positiven Jahresausklang. Der Blick auf das Gesamtjahr 2019 ernüchtert jedoch.

Der Dezember bescherte dem baden-württembergischen Maschinenbau einen positiven Jahresausklang. Im Vergleich zum Vorjahresmonat befand sich der Auftragseingang im letzten Monat des Jahres 2019 mit einem Prozent im Plus. Maßgeblicher Treiber war das Ausland mit einem Zuwachs von 10 Prozent (Euro-Länder: +15 Prozent, Nicht-Euro-Länder: +7 Prozent). Das Inland fiel als Impulsgeber dagegen aus. Die Bestellungen aus Deutschland lagen mit 15 Prozent im Minus.

„Der Dezember war der einzige Monat des vergangenen Jahres mit einem Zuwachs. Aus einem mageren Plus von 1 Prozent wird jedoch noch kein Aufschwung. Es bleibt abzuwarten, wie nachhaltig die Impulse aus dem Ausland sind“, kommentiert der Geschäftsführer des VDMA Baden-Württemberg, Dr. Dietrich Birk.

Der Blick auf das Gesamtjahr 2019 ernüchtert. Über den Zeitraum Januar bis Dezember betrug das Minus bei den Auftragseingängen im Vergleich zum gesamten Vorjahr 13 Prozent (Inland: -20 Prozent, Ausland:-10 Prozent).

„Der Rückgang der Auftragseingänge 2019 im zweistelligen Bereich ist im Vergleich zu den guten Vorjahren eine Enttäuschung. Unsicherheit aufgrund weltweiter Handelskonflikte sowie die Transformationsprozesse in wichtigen Kundenindustrien bremsten viele Investitionsentscheidungen aus. Die Betriebe fahren derzeit auf Sicht, was sich auch in einer nachlassenden Dynamik beim Beschäftigungsaufbau zeigt“, erklärte Dr. Birk.

Der Zuwachs an Beschäftigten fiel 2019 deutlich verhaltener aus als im Vorjahr. Von Januar bis Dezember 2019 kamen in den baden-württembergischen Maschinenbauunternehmen 1.500 Stellen gegenüber dem Vorjahr neu hinzu (bei Betrieben mit mehr als 50 Beschäftigten). 2018 war die Dynamik mit einem Plus von 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern noch deutlich größer.