Maschinenbau in Baden-Württemberg: Rückblick 2020

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Der Maschinenbau in Baden-Württemberg musste 2020 zwar deutliche Einbußen hinnehmen, hat zuletzt aber wieder Boden gutgemacht. Der Beschäftigungsrückgang hielt sich in engen Grenzen.

Beim Auftragseingang erfolgte nach den äußerst schwachen Monaten April, Mai und Juni in der zweiten Jahreshälfte zunächst eine Stabilisierung auf niedrigem Niveau mit anschließender moderater, positiver Entwicklung im Herbst. Erfolgreichster Monat war der November mit einem Zuwachs der Auftragseingänge von 25 Prozent. Der Dezember schloss mit einem Plus von drei Prozent. Im Gesamtjahr 2020 schlug ein Minus der Auftragseingänge von 7 Prozent zu Buche.

Der Umsatz dürfte im vergangenen Jahr im baden-württembergischen Maschinenbau auf das Niveau von 2014 und damit auf ein Volumen von ca. 70 Mrd. Euro zurückgefallen sein. Genauere Daten werden im April erwartet.

Das Produktionsergebnis lag im 3. Quartal 2020 um 16 Prozent unter Vorjahr. Ernüchternd fällt auch der Blick auf die Exportmärkte aus. Von Januar bis September verzeichnete der baden-württembergische Maschinenbau einen Rückgang der Ausfuhren von 13 Prozent.

Der Beschäftigtenstand ging von 315.000 im Dezember 2019 auf 303.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Dezember 2020 zurück. Der Abbau der Belegschaften hielt sich damit – insbesondere vor dem Hintergrund des starken Mitarbeiteraufbaus in den vergangenen Jahren – in engen Grenzen. Kurzarbeit war und ist auch weiterhin das Mittel der Wahl, um Beschäftigung zu sichern. In Baden-Württemberg wurde – kumuliert von März bis September – für 192.500 Beschäftigte im Maschinenbau Kurzarbeit angezeigt.