Deutlich weniger Exporte im Corona-Jahr

shutterstock

Ein Minus von 11,6 Prozent bei den Ausfuhren von baden-württembergischen Maschinen und Anlagen – diese Bilanz steht am Ende des Corona-Jahres 2020.

Die Warenausfuhr belief sich damit auf einen Wert von 37,7 Mrd. Euro. Im Jahr 2019 hatte der Maschinenbau noch Waren im Wert von 42,5 Mrd. Euro exportiert.

An der Spitze der wichtigsten Bestimmungsländer standen unverändert die USA und die Volksrepublik China. In die USA exportierten baden-württembergische Maschinenbauer Waren im Wert von 5 Milliarden Euro, was einem Rückgang von 7 Prozent gegenüber Vorjahr entspricht. Nach China, dem zweitgrößten Auslandsmarkt, sanken die Ausfuhren um 9 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro im Gesamtjahr.

Auf den wichtigsten europäischen Märkten waren im Gesamtjahr größtenteils zweistellige Rückgänge zu verzeichnen, so zum Beispiel bei den Ausfuhren nach Italien (- 17 Prozent, Platz 4), in die Niederlande (-11 Prozent, Platz 5), nach Österreich (-13 Prozent, Platz 6) und in die Schweiz (-12 Prozent, Platz 7). In das Vereinigte Königreich musste sogar ein Rückgang von 25 Prozent hingenommen werden. Damit ist der ehemals fünftgrößte Exportmarkt auf Rang 8 abgerutscht.

Einzig nach Frankreich – drittgrößter europäischer Auslandsmarkt der baden-württembergischen Maschinenbauer mit einer Gesamtausfuhr von 2,9 Mrd. Euro – sanken die Ausfuhren mit 9,5 Prozent nur einstellig.

“Wie bundesweit so war auch im Land Baden-Württemberg in den letzten Monaten des Jahres ein leichte Besserung zu spüren. Insbesondere die Bestellungen aus China haben angezogen, im letzten Quartal stand hier sogar ein Plus von 4 Prozent. Das Gesamtjahr 2020 stellt sich für den Maschinenbau in Bezug auf die Ausfuhren allerdings als annus horribilis dar", kommentiert Dr. Dietrich Birk, Geschäftsführer VDMA Baden-Württemberg.